Glocken

Schön klingende Kunstwerke

aus hartem Metall.

Gott zum Lob –

den Menschen zur Hilfe.

Einst waren sie lebenswichtig.

Heute würde uns etwas fehlen.

 

 

 

In vielen Menschen wecken die Kirche und der Kirchturm Heimatgefühle. Bei manchen so sehr, dass sie selbst im Urlaub erst wieder ruhig wer-den, wenn sie von der Reise zurückgekehrt sind und ihren Kirchturm wieder sehen. Aber nicht allein der Kirchturm lässt ein Gefühl von Heimat aufkommen. Auch die Glocken, die weit über die Dächer zu hören sind, tragen dazu bei.

Es sind faszinierende – aber auch kunstvolle – Gebilde. Die Glocke „verschenkt“ ihren Klang gerne an andere Menschen, berührt sie, weckt Erinnerungen und ermahnt uns auch, innezuhalten und uns auf Gott zu besinnen.

 

Glocken geben dem Tag Struktur:

Gebets- und Tageszeit: Sie läuten zu Tagesbeginn, in der Mittagszeit und am Abend. Diese Zeiten sind religiös bedeutsam und geben traditionelle Gebetszeiten an. Der Tag ist in 12 Stunden aufgeteilt: von 6:00 bis 18:00 Uhr. Das Morgengebet (Laudes) um 6:00 Uhr, das Mittagsgebet (Sext) um 12:00 Uhr, das Abendgebet (Vesper) um 18:00 Uhr. Auch für die Nacht gibt es Gebetsstunden, die aber heute von den Glocken nicht mehr angekündigt wer-den. Menschen danken Gott und bitten beim Glockenklang um seine Gegenwart.

 

Uhrersatz: Gleichzeitig dienten Glocken Menschen, die in der Vergangenheit keine Uhren besaßen, dazu, dass sie immer wussten, wann es Zeit ist, die Arbeit zu beginnen, die Mittagspause zu machen und die Arbeit zu beenden.

Beerdigung: Glocken melden den Menschen eines Dorfes, dass ein Mensch aus der Gemein-de gestorben ist und an diesem Tag beerdigt wird. Sie läuten ihm zu Ehren und das Totenglöckchen begleitet die Trauernden zum Grab.

Gottesdienst: An Sonntagen läutet die Glocke eine Stunde vor dem Gottesdienst und signalisiert: Leute, beginnt Euch fertig zu machen für den Gottesdienst. Sie läutet eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst: Leute, macht Euch auf den Weg! Und sie läutet 10 Minuten vorher: Jetzt ist es gleich soweit! Während der Gottesdienste läutet die Glocke, wenn die Gemeinde das Vaterunser betet. Denn nicht alle können zum Gottesdienst kommen, z.B. wenn sie krank sind, doch sie können dann vom Krankenbett aus mit der Gemeinde das Vaterunser beten.

Warnung + Unterstützung der Freude: Glocken läuteten auch dann, wenn eine Gemeinde gewarnt werden musste, sei es, dass der Feind anrückt, dass Feuer ausgebrochen ist, Überflutung droht. Wenn die Glocken außerplanmäßig läuteten, wusste jeder, jetzt muss ich helfen und anpacken, weil Not herrscht. Andererseits läuteten die Glocken auch bei außergewöhnlich fröhlichen Ereignissen.

Ohne Glocken wäre es merklich ruhiger in unseren Orten. Es würde etwas fehlen.

 

Sollten Sie Lust haben unsere Glocken in der Kirche in Nauheim anzuschauen, an jedem  „Tag des offenen  Denkmals“ ist dies möglich. Bis dahin erfreuen Sie sich an den Fotos und dem guten Klang, der täglich zu hören ist.

 

 

Glocken – Klänge der Heimat, eine Sendung von hr4. Dort kann man Glocken aus Hessen hören: http://www.hr-online.de/website/specials/glocken/  und über die Glocken in unserer evangelischen Kirche: http://www.kirchengemeinde-nauheim.gross-gerau-evangelisch.de/index.php?s_id=40&lang=de&r=1458386675 und http://home.arcor.de/heimatmuseum-nauheim/1157/glockev.htm

Eine sehr schöne Seite ist diese hier: http://www.glocken-online.de/start.php