Halte nicht zurück.

Wirf das Fünkchen Glauben

der Finsternis vor die Füße:

Zertreten kann sie es nicht.

Überall in den knospenden

Büschen und Bäumen

kleine bunte Konzerte

der Hoffnung.

 

 

 

Historische Ereignisse sind wichtig für den christlichen Glauben. Wir Menschen versuchen, Geschichte zu verstehen und zu interpretieren. Manches von dem, was gleich geschildert wird, mag dem einen oder der anderen eine Herausforderung sein. Viele erkennen weltweit: Es kann für mich wahr und wertvoll, wertvoll und wahr werden.

 

Gründonnerstag:

Jesus Christus hatte am Abend vor seiner Hinrichtung mit seinen Nächsten eine letzte Mahlzeit. Während dieser Mahlzeit nahm er das Brot, dankte Gott, brach es, gab ihnen ein Stück und sagte: Nehmet, das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte, gab ihnen den und sagte: Das ist mein Blut des neuen Bundes, das für viele vergossen wird… Die Abendmahlsworte sind für Glaubende sehr wichtig. Im Abendmahl erleben sie die Einheit mit Jesus Christus. Mit dieser Einheit ist die Vergebung der Sünden verbunden. Das, was ich in der Vergangenheit falsch gemacht habe, muss mich nicht mehr belasten. Der Gründonnerstag ist ein Tag der Freude und Dankbarkeit.

Die Herkunft des Namens ist umstritten. Er heißt auch Weißer Donnerstag, weil der Mensch von Sünden rein, weiß geworden ist. Insofern gehört er liturgisch zu den Tagen, die mit der weißen Farbe gekennzeichnet sind. In manchen Gegenden werden diese Tage mit der grünen Farbe gekennzeichnet. Büßer werden wieder angenommen, sie sind nicht mehr totes Winterholz, sondern beginnen zu grünen, neu auszutreiben.

 

Karfreitag:

Jesus wurde verraten, vor Gericht gestellt, zum Tode verurteilt. Aus diesem Grund heißt der Tag mit dem alten Wort Kara: Klage / Trauer-Tag. An dieses Ereignis und dem vielen Leiden der Menschen weltweit denken wir und sind still und manche fasten an dem Tag. Ein Tag der Stille ist für unsere laute Welt eine Wohltat.

Wir erinnern uns nicht nur an das Leiden Jesu, sondern fragen: Was hat sein Leiden mit mir zu tun? Wir wissen: Jesus starb aus Liebe für mich zur Vergebung der Sünden. Musste er für uns Menschen sterben? Er starb, um uns in den tiefsten Tiefen unserer Seele zu heilen. Dass der Mensch in den tiefsten Tiefen Heilung benötigt, ist daran sichtbar, dass wir als Christen nicht mehr Tiere und anderes opfern. Sündenvergebung durch Jesus ist Wirklichkeit, wenn ich sie für mich ernst nehme. So ist auch der Karfreitag zu einem Tag der Freude geworden, weil ich befreit wurde.

 

Ostersonntag/Auferstehungstag:

Ostern ist das älteste Fest der Christenheit. Christen haben sich das ewige Leben nicht ausgedacht. Gott selbst hat in Jesus Christus die Auferstehung verwirklicht und somit gezeigt, dass es Auferstehung wirklich gibt. Es ist das Fest der Befreiung vom Tod. Gott liebt den Menschen, so dass er ihn in Ewigkeit bei sich haben möchte. Mit dem Freudentag haben sich Freudenbräuche und Spaß verbunden:

 

Das Wort Ostern kommt von Osten: Sonnenaufgang, Licht, Wärme, Leben.

Das Ei wurde Symbol, denn in dem Ei ist unsichtbar Leben verborgen und auf einmal bricht es heraus.

Und was macht der Hase an Ostern? Er ist Frühlingsbote. Nach der dunklen, kalten Finsternis gibt es wieder umtriebiges Leben.