Tod und Sterben kann man überall sehen.

Aber die Auferstehung –

aber die Auferstehung kann man nicht sehen.

Das macht sie so schwach, so wenig greifbar, so anfechtbar.

Was wir haben, das sind nur Worte, die sie bezeugen.

Was wir haben, das sind Worte, die sie bezeugen –

sie entfalten ihre Kraft im Vertrauen auf Gott

schon im Lebensvollzug.

 

 

 

Mit dem November endet das Kirchenjahr.

November, der Monat, in dem das Vergehen der Natur vor Augen steht. Blätter fallen, es wird dunkel und neblig, nass und kalt.

In diesem dunklen Monat denken wir vermehrt an die Verstorbenen.

Allerheiligen = Man denkt in der römisch-katholischen Kirche an die Verstorbenen, die als Heilige bei leben.

Allerseelen = An Allerseelen denkt die römisch-katholische Kirche nicht nur an die Heiligen, sondern an die verstorbenen Seelen – also an die Menschen, die über den Tod hinaus der Kirche angehören, aber in Gottes Hände gelegt wurden.

Volkstrauertag/GefallenenGedenktag = damit handelt es sich nicht um einen kirchlichen Gedenktag, sondern um ein Gedenktag unserer Nation. Man erinnert sich der Menschen, die in den Kriegen an den Fronten gefallen sind, an die Kriegsopfer. Je weiter weg unsere Kriege rücken, desto näher treten die Opfer der Kriege und in der Welt in den Blick.

Ewigkeitssonntag = Totensonntag: Am Ewigkeitssonntag denken wir Evangelischen an die Verstorbenen, die wir in Gottes Hand zurückgelegt haben.

 

Und dann, dann kommt mit dem ersten Advent die Hoffnung auf: Es muss nicht dunkel, kalt, vom Tod bedroht bleiben. In der Bibel wird einer angekündigt, der die Wende bringen wird. Und mit der Hoffnung, die der erste Advent ausspricht, beginnt das neue Kirchenjahr.

Erst hoffend, sehnend im Advent – dann bricht es auf, in der Weihnachtsfreude: Gott, der Retter ist da, Gott der Retter ist da…

Ganz anders ist Gott da, als wir Menschen es uns so denken. Als kleiner Säugling. Dann passiert lange Zeit nichts. Bis Jesus Christus in der Öffentlichkeit auftritt.

Inwiefern hat sich mit Jesus Christus alles geändert?

Gott hat ihn aus den Toten auferweckt, das wird an Ostern mit dem Ruf deutlich:

Der Herr ist auferstanden

Er ist wahrhaftig auferstanden.

 

Und diese wunderbare Tat prägt auch unser Totengedenken im November:

 

Wie wir in den Knospen an den Winterzweigen schon die kommende warme Frühjahrssonne erwarten, so wissen Christen, dass diejenigen, die im Glauben an Jesus Christus gestorben sind, zwar nicht mehr unter uns sind, sondern geborgen in Jesus Christus leben.

Darum haben zwei der christlichen Feiertage schon Namen, die über den Tod hinaus schauen: Aller-Heiligen, Ewigkeits-Sonntag.