Wie verhalte ich mich im Gottesdienst?

 

Überall muss man sich auf eine bestimmte Art benehmen: Bei Freunden benimmt man sich nicht wie auf einer Beerdigung, bei einem Vor-trag nicht wie auf einer Party. Zum Benehmen gehört das gesamte Verhalten. Man stimmt sich mit anderen Menschen auf das ein, an dem man gemeinsam teilnimmt. Das gilt auch für den Gottesdienst. Ein paar Fragen:

 

Was ist die Kirche?

• Ein Raum, in dem Kinder gut Verstecken spielen können.

• Eine Art Museum.

• Ein heiliger Ort, an dem Menschen Gott nahe wissen.

 

Was ist ein Gottesdienst?

• Eine Ein-Mann/Frau-Show mit mal mehr, mal weniger Spaßfaktor.

• Eine unbequeme Fortsetzung des Schlafes.

• Mein persönlicher Versuch, mich Gott anzu-nähern, dem Gott, der mich liebt, mir Freu-de schenken und mich trösten will.

 

Was ziehe ich an, wenn ich in die Kirche gehe?

• Meinen neuen Trainingsanzug.

• Meinen Pyjama.

• Saubere Straßenkleidung – ruhig auch etwas netter und schick.

 

Was mache ich als erstes, wenn ich in die Kirche komme?

• Ich denke: Wäre ich doch bloß im Bett ge-blieben.

• Ich spüre: Mit den Menschen kann ich gut auskommen.

• Ich sage: „Hallo Gott! – oder: „Liebster Je-sus, ich bin hier!“ (EG 206)

 

Was trage ich auf dem Kopf?

• Den Fahrradhelm. Sicher ist sicher.

• Ich zieh die Kapuze tiefer, damit mich kei-ner erkennt.

• Die Kappe wird heruntergenommen.

 

Wie gehe ich in die Kirche?

• Ich schlurfe cool herein, weil ich immer cool schlurfe.

• Ich mache Lärm, damit alle merken: Ich bin da!

• An mir erkennt man: Hier ist ein heiliger Ort.

Warum unterhalte ich mich während des Gottesdienstes nicht wie zu Hause?

• Weil ich vor lauter Beten und Singen nicht dazu komme,

• Weil mich die anderen böse anstarren.

• Weil ich selbst mal Ruhe brauche und schweigend besser auf Gott hören kann.

 

Darf ich wenigstens vor dem Gottesdienst plaudern?

• Ja, alle anderen wollen auch hören, was ich in der letzten Woche gemacht habe.

• Wenn ich mein Leiden dem Nachbarn zuflüs-tere, hallt das so schön im Kirchenraum.

• Menschen wollen Gott in sich hören, ein lei-ses Gebet sprechen, die Lieder lesen.

 

Warum falte ich meine Hände?

• Damit ich den Kollekten-Cent nicht verliere.

• Weil ich mein Handy festhalte und erwarte, dass es klingelt.

• Damit ich meinen Körper und meine Gedan-ken besser auf Gott konzentrieren kann.

 

Lass ich mein Handy klingeln?

• Klar, jeder soll hören, dass ich eins habe.

• Nein, keiner soll hören, dass ich nicht damit umgehen kann.

• Gott will an meiner Herzenstür klingeln. Ich muss nicht lauter sein als er.

 

Was ist Taufe?

• Ein Familienfest, an dem plaudernd die Ge-burt des Kindes gefeiert wird.

• Ein Gemeindefest, an dem ich zeigen kann, was für eine tolle Kamera ich habe.

• Ein Fest, an dem man sich darüber freut, dass Gott das Kind angenommen hat.

 

Was ist Abendmahl?

• Ich kann beobachten, ob andere saubere und moderne Klamotten anhaben.

• Der Zeitpunkt, an dem ich unbeobachtet schwätzen kann.

• Ich denke daran, dass Jesus Christus viel für mich getan hat.

Die jeweils letzte Antwort ist auf jeden Fall rich-tig. Wer sie angekreuzt hat, weiß sich in der Kirche zu benehmen. Wer sie nicht angekreuzt hat, darf freilich auch kommen. (Anregung zu dem Fragebogen: www.kath-kirche-kaernten.at)

 

Bis zum nächsten Sonntag!